Schwangerschaft und Hashimoto

Dr. Simone Koch

Dr. Simone Koch

Expertin im Bereich der Autoimmunerkrankungen

Besonders bei Frauen mit Hashimoto oder einer Schilddrüsenunterfunktion ist es sehr wichtig, dass man auf einige Dinge achtet, um zu einer positiven Schwangerschaft beizutragen:

1. Schilddrüsenhormone kontrollieren lassen
Mit Eintritt der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Schilddrüsenhormonen um ca. 30%. Deshalb und um das Risiko einer Fehlgeburt zu vermindern, sollte die Dosis angepasst werden. Im weiteren Verlauf sollte man die Schilddrüsenwerte alle 4-6 Wochen kontrollieren lassen.
Oft wird nur der TSH-Wert überprüft. Sollten auch die freien Werte getestet werden, ist es bei Schwangeren normal, dass der T3-Wert erhöht ist. So stellt der Körper eine Versorgung der Mutter und des Kindes mit T3 sicher, der T4-Wert ist meistens erniedrigt. Die freien Werte können die Hormonversorgung zuverlässiger widerspiegeln.

2. Einnahme von Progesteron
Auch macht es Sinn in der Frühschwangerschaft Progesteron einzunehmen, da der Bedarf ebenfalls erhöht ist. Es sorgt für eine stabile Frühschwangerschaft und kann begleitende Symptome, wie Erbrechenund Wassereinlagerungen, mindern. Leider verstärkt zusätzlich eingenommenes Progesteron auch die Müdigkeit in der Frühschwangerschaft.

3. Blutbild erstellen lassen und ggf. supplementieren
Es ist ebenfalls sinnvoll für Menschen mit Hashimoto oder auch einer Schilddrüsenunterfunktion den Mikronährstoffstatus aus dem Vollblut bestimmen zu lassen, der Bedarf ist besonders in einer Schwangerschaft erhöht. Allerdings ist es sehr wichtig auf die Qualität der Supplemente zu achten. Auf Jod sollte besonds in der Schwangerschaft nicht verzichtet werden, denn es ist essentiell wichtig für die Hirnentwicklung des Babys und rund 90% des aufgenommenen Jods gehen direkt an das Kind.

4. Auf die Ernährung achten
An vielen Prozessen des Körpers sind Eiweiße beteiligt, wie z.B. der Herstellung neuer Zellen, Aminosäuren oder Enzyme. Ohne ausreichende Proteine, kann unser Körper nicht wachsen, heilen oder etwas „umbauen“. Aber es ist nicht nur sehr wichtig für Schwangere auf eine gute Eiweißversorgung zu achten, sondern sie sollten auch genügend Kohlenhydrate zu sich nehmen.
Das Baby im Bauch kann als einzigen Nährstoff Glukose verwerten und das benötigt es, damit es sich gut entwickeln und wachsen kann. Wenn sich die Mutter in der Schwangerschaft ketogen oder low carb, ernährt, ist der Körper gezwungen aus Proteinen der Mutter Glukose zu produzieren und das ist nicht gesund und könnte Mutter und Kind schaden.

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Dr. Simone Koch

Simone Koch ist Expertin für Autoimmunerkrankungen. Sie beschäftigt sich mit Hashimoto, Darmerkrankungen und vielen unterschiedlichen Autoimmunerkrankungen. Zusätzlich entwickelt sie neue Behandlungsansätze für Menschen mit Autoimmunerkrankungen.

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