Autoimmunprotokoll

Das Autoimmunprotokoll (kurz AIP) ist ein Ernährungskonzept, welches sich an die Paleo-Ernährung anlehnt, dabei aber noch einmal restriktiver ist. Das AIP ist nicht unbedingt dauerhaft als Ernährungskonzept gedacht, sondern es dient quasi als Grundlage, auf der dann individuelle Unverträglichkeiten entdeckt werden sollen.
Während zunächst viele Lebensmittel und Lebensmittelgruppen (Getreide, Eier, Nachtschatten, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und einiges mehr) aus der Ernährung eliminiert werden und nur die Nahrungsmittel konsumiert werden, die statistisch gesehen als am verträglichsten gelten, soll der Darm die Möglichkeit erhalten, sich zu erholen und ggf. zu heilen. Die meisten Menschen mit einer Autoimmunerkrankung erfahren in dieser ersten Phase eine gute Verbesserung ihres Befindens. Die Dauer der Anfangsphase ist individuell und richtet sich nach dem Befinden des Patienten, zwischen 14 Tagen und 10 Wochen kann vollkommen normal sein. Im zweiten Schritt folgt dann eine Phase der langsamen Wiedereinführung von Lebensmitteln. Alle zwei bis drei Tage kann ein Lebensmittel eingeführt und auf Verträglichkeit getestet werden.  Auftretende Symptome, also Zeichen einer Unverträglichkeit, können unspezifisch sein (z.B. Kopfschmerzen, Verspannungen in Rücken, Schultern und Nacken, Unwohlsein, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gereiztheit, Affektlabilität, depressive Verstimmungen) sowie stark zeitversetzt auftreten (bis zu 72 Stunden nach dem Genuss sind gut möglich und dann können diese Symptome auch über mehrere Tage anhalten).
Insgesamt gesehen ist diese Methode ist zwar etwas langwierig, aber sie kann vollständig eigenständig und ohne große Kosten durchgeführt werden.
Bei uns fußt z.B. unser Kurs „Abnehmen mit Hashimoto und anderen Autoimmunerkrankungen“ auf diesem Konzept.

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