Ratgeber

Kaffee-Entzug für Fortgeschrittene

Autor/in:
Simone Koch Dr. Simone Koch (Ärztin) Geprüft

geprüft von Sandy Bittner (Autoimmun-Expertin)
letzte Aktualisierung 15.02.2021

Da ich es nicht mag von irgendetwas „abhängig“ zu sein, mache ich selbst in regelmäßigen Abständen mal einen Kaffee-Entzug. Den dauerhaften Verzicht schaffe ich nicht so recht, sehe aktuell allerdings bei mir auch keinen Grund dafür. Allerdings habe ich auch meinen Konsum von ca. 8 Tassen zu Krankenhauszeiten auf meist 1 Tasse zum Frühstück reduziert. Aber nun, wie versprochen, ein paar Tipps, die dabei helfen können, den Kaffeekonsum zu reduzieren:

1. Am Wochenende starten

Wenn man an einem Samstag beginnt, hat man die Möglichkeit sich bei Müdigkeit, Schwäche und Kopfschmerzen zwischendurch mal hinzulegen, so dass das Berufsleben nicht beeinträchtigt wird.
Leider gilt dies nicht für Mütter von Kleinkindern.

2. Langsame Reduktion

Für „ganz oder gar nicht“-Typen ist ein kalter Entzug meist am besten. Für alle anderen hat sich aber ein Schema der langsamen Reduzierung bewährt. Beginnen sollte man mit einer Reduktion auf die Hälfte und dann jeden Tag eine Tasse weniger, bis man bei 0 ist.

3. Durch grünen Tee ersetzen

Bei einer Tasse angekommen, wird diese durch grünen Tee ersetzt. Hierdurch senkt man nochmal die Menge an Koffein und bekommt gleichzeitig die guten Inhaltsstoffe des grünen Tees. Nach weiteren 4 Tagen lässt man auch diesen weg. Natürlich sollten keine anderen koffeinhaltigen Getränke konsumiert werden.

4. Während des gesamten Entgiftungsprozesses sollte reichlich Vitamin C, am besten in Form von Zitronensaft, eingenommen werden.

Die Anpassungsvorgänge für den Körper werden hierdurch erleichtert und es treten weniger Nebenwirkungen auf.

5. Ausreichend trinken.

Am besten ein natriumreiches Mineralwasser oder Leitungswasser mit einer Prise Salz, um den Körper gut bewässert zu halten. Dies hilft ebenfalls bei der Entgiftung und verringert eventuell auftretende Kopfschmerzen. Nach dem vollständigen Entzug sollte möglichst 14 Tage lang kein Kaffee getrunken werden, damit es zu einer vollständigen Entgiftung kommen kann. Eine gelegentliche Tasse ist dann wieder problemlos möglich, möglichst unter Berücksichtigung der im letzten Blogpost gegebenen Tipps.

Um das Hirn zu überlisten, kann es auch hilfreich sein, auf ein anders Heißgetränk, z.B. einen Kräutertee umzusteigen.

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