Hashimoto und Muskelschmerzen

Dr. Simone Koch

Dr. Simone Koch

Expertin im Bereich der Autoimmunerkrankungen

Sehr häufig geht die Erkrankung Hashimoto-Thyreoiditis mit unspezifischen Muskelschmerzen einher, Muskel- und Gliederschmerzen. Woher kommt das, was ist da das Problem und was kann ich dagegen tun?

Zum einen ist es die niedrige Stoffwechsellage selber. Die niedrige Stoffwechsellage selber scheint dazu zu führen, dass der Körper auf bestimmte Triggerpunkte deutlich empfindlicher reagiert und es zu Fibromyalgien, zu Stressmyalgien und ähnlichem kommt. Wenn deine Stoffwechsellage schlecht eingestellt ist und deine Schilddrüsenwerte schlecht sind, dann kann man durch eine optimierte Einstellung der Schilddrüsenlage eine deutliche Verbesserung erreichen. 

Das hat etwas mit Regeneration und Reveration zu tun, dass der Körper, wenn das nicht in adäquatem Maße stattfindet, darauf mit Schmerz reagiert. Im Prinzip um einen darauf aufmerksam zu machen: Es gibt hier ein Problem! Tu etwas! Ändere etwas daran, damit es mir wieder gut geht. Schmerz ist eigentlich immer ein Warnsignal um uns darauf hinzuweisen, dass etwas nicht stimmt und es nachgeschaut werden soll, ob man etwas verbessern kann.

Ein weiterer Punkt ist, dass leider die Antikörper, die sich gegen die Schilddrüse richten, vielfach auch die Sehnen angreifen können, Sehnen und Teile im Muskelapparat und das kann zu Schmerzen führen. Diese Antikörper lassen sich mit den Panels, die wir zur Verfügung haben, nicht wirklich nachweisen. 

Es gibt in den USA über Cyrex ein Panel, wo sie sich nachweisen lassen und auch wenn das nicht so richtig medizinisch validiert ist, wissen wir aus diesen Daten, dass sehr viele Menschen mit Hashimoto-Thyreoiditis auch Antikörper gegen den Sehnenapparat ausbilden und das kann zum Beispiel dann auch zu Schmerzen und Beschwerden im Bereich der Muskulatur und der Glieder führen.

Ebenfalls wichtig ist die gesamt entzündliche Lage. Wenn der Körper sich in einer hohen entzündlichen Lage befindet, dann kommt es häufig auch zu unspezifischen Schmerzen an verschiedensten Stellen. Und es kommt auch zu Stress, zu sehr viel Stress und Stress führt wiederum zu Verspannung. Das gilt vor allen Dingen auch für Hochadrenalinzustände, diese führen zu verschiedenen Verspannungen.

Diese können zu Rückenschmerzen führen, zum Zusammenbeißen der Kiefer und dadurch dann auch zu Verspannungen im Kieferbereich, im Nackenbereich und über die Muskelkette zu Schmerzen fast im ganzen Körper. Manchmal läuft man auch völlig angespannt, zum Beispiel mit hochgezogenen Schultern, durch die Gegend, dann bekommt man Schmerzen im Schultergürtelbereich, in den Schultern und in den Armen.

Fazit: Man sollte versuchen die entzündliche Lage zu verbessern, die Stoffwechsellage so gut wie möglich einzustellen und die autoimmune Lage etwas runter zu bringen. Dadurch lassen sich häufig diese Muskel- und Gliederschmerzen deutlich verbessern.

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Autorin

Dr. Simone Koch

Simone Koch ist Expertin für Autoimmunerkrankungen. Sie beschäftigt sich mit Hashimoto, Darmerkrankungen und vielen unterschiedlichen Autoimmunerkrankungen. Zusätzlich entwickelt sie neue Behandlungsansätze für Menschen mit Autoimmunerkrankungen.

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