Ratgeber

Autoimmunerkrankungen und Xenoöstrogene – Toxicload

Autor/in:
Simone Koch Dr. Simone Koch (Ärztin) Geprüft

geprüft von Sandy Bittner (Autoimmun-Expertin)
letzte Aktualisierung 12.02.2021

In den letzten Blogbeiträgen ging es um Autoimmunerkrankungen und Schwermetalle. Wir haben das Thema Entgiftung beleuchtet, zu Quecksilber, Amalagm, Cadmium gesprochen und wie man diese Schwermetalle ausleiten kann. In diese Kategorie fallen auch die Xenoöstrogene und der Toxicload. Was das genau ist, warum man sich mit dem Thema Entgiftung beschäftigen sollte und welche Probleme es bei der Entgiftung geben kann, erfahrt ihr jetzt.

„Hier lernen Sie meinen wichtigsten Mitarbeiter kennen!“

Dr. Kalish sagt: „Schau dir deinen Therapeuten genau an, schau ob er gesund aussieht und frag ihn, wann er das letzte Mal eine Entgiftungskur gemacht hat. Sollte diese länger als ein halbes Jahr her sein, dann steh auf und geh!“. Als ich seine Aussage das das erste Mal gehört habe, kam mir diese ein bisschen drastisch vor aber inzwischen bin ich der Meinung, dass da durchaus etwas dran ist. Für alle die Dr. Kalish noch nicht kennen: Er ist ein Functional Medicine Doctor aus den USA, der auch sehr viel im Bereich der Nebenniere arbeitet und ein Therapeutenprogramm entwickelt hat um Menschen in dieser Art der Behandlung auszubilden.

Leider neigen wir dazu, dass wir uns mit „Ich kann ja eh nichts machen, es ist nun mal so, ich bin eben krank.“ herausreden und die Eigenverantwortung von uns wegschieben. Viele möchten diese Eigenverantwortung auch gerne an ihren Therapeuten oder Arzt abgeben. Und jetzt kommt der Knackpunkt:

Mein Fitnesstrainer hat mir erzählt, dass bei seinem Orthopäden ein riesiger Spiegel hängt über dem steht „Hier lernen Sie meinen wichtigsten Mitarbeiter kennen!“. Und wenn man zur Tür reinkommt sieht man sich selbst in diesem Spiegel.

Das finde ich total toll und habe schon überlegt, ob ich das bei mir auch machen sollte, weil das einer der elementaren Punkte ist. Am Ende ist man immer für sich selbst verantwortlich. Natürlich kann und sollte man sich Hilfe, Anregungen und Tipps holen, die einem erst einmal weiterhelfen aber am Ende muss man die Dinge selbst in die Hand nehmen, sonst verändert sich nichts! Das sage ich immer wieder: das Wundermittel zur Lösung aller Probleme kann einem auch kein Arzt geben – man muss selbst aktiv werden.

Entgiftung und Giftstoffe: Was ist die Problematik?

Wenn wir etwa 50 Jahre zurück gehen, war Verschmutzung etwas, das man sehen konnte. Smog war ein ganz großes Thema. Kraftwerke, die sehr schmutzige Luft ausgeschieden haben und es gab Ozonalarm. Das kennen einige vielleicht auch noch aus Schulzeiten, dass dann kein Schulsport durchgeführt werden durfte. Ich selbst habe es erlebt, das ab und zu, wenn die Ozonwerte so hoch waren, dass es nicht mehr empfehlenswert war jetzt aktiv zu sein und dass es zum Beispiel für Asthmatiker gefährlich werden konnte. Das war einfach eine sichtbare Verschmutzung. Oder in den neuen Bundesländern waren viele Häuser mit so einem schwarzen Film von der Kohleheizung überzogen und alles war schmutzig und braun und die Verschmutzung war eben sichtbar.

Das ist heutzutage nicht mehr so. Inzwischen ist Verschmutzung und das, was an Giftstoffen auf uns einwirkt, nicht mehr unbedingt sichtbar und so versteckt, dass es uns ganz stark betreffen kann, ohne dass wir es mitbekommen. Nanopartikel zum Beispiel. Das sind winzig kleinen Giftstoffe, die in Nahrungsmitteln drin sind, die in unseren alltäglichen Gegenständen enthalten sind. Daraus ergibt sich dann der Toxicload, also die insgesamte Belastung, die man an Giftstoffen in sich trägt.

Das ergibt sich zum einen aus der Suszeptibilität, also wie empfindlich man persönlich gegenüber Giftstoffen ist. Oft führen genetische Mutationen dazu, dass man mit Giftstoffen weniger gut zurecht kommt als jemand, der diese Mutationen nicht hat. Da wären zu nennen die MTHFR Mutationen, die Comt Mutation, die CBS Mutation, die Glutathion-Transferase Mutation und die PONs Mutation. Das sind erstmal die wichtigsten. Neben der persönlichen Empfindlichkeit kommt noch dazu, was einen insgesamt belastet. Wenn man zum Beispiel in einem alten Haus wohnt, wo bromhaltige Flammschutzmittel im Dachboden verarbeitet wurden und auch keine vernünftige Isolierung vorhanden ist, dann atmet man diese Giftstoffe täglich ein. Ein anderes Beispiel sind Sperrholzplatten aus denen Formaldehyd austritt. Oder es wurde Wandfarbe verwendet, die Toluol enthält. Man wird also jeden Tag mit diesen Giftstoffen von außen belastet. Ebenfalls ein wichtiges Thema, das ihr in diesem Beitrag Autoimmunerkrankungen und Schwermetalle
noch einmal genauer nachlesen könnt.

Jedes von diesen verschiedenen Sachen für sich, wäre eventuell nicht so schlimm und nicht so problematisch. Aber alles zusammen ist dann eine Katastrophe. Dann ist der Toxicload (Giftstoffüberladung) so groß, das der Körper damit überfordert ist und es kann zu chronischen Erkrankungen wie Autoimmunerkrankungen, Multichemikalien-Sensitivität, chronischem Fatigue-Syndrom oder ähnlichem kommen. Und das ist wichtig, dass man das verstehen. Es sind nicht die Einzelstoffe, die so entscheidend sind, sondern es ist das Gesamte. Man sollte also versuchen, sein Leben insgesamt giftstofffreier zu gestalten.

Die xenoöstrogene Wirkung

Die Xenoöstrogene spielen leider heutzutage, durch die ganzen Plastiksachen, Kunststoffe und dadurch, dass heute alles mit Plastik verpackt ist oder hergestellt wird, eine besonders große Rolle. Hier gibt es wieder verschiedene Aspekte. Zum Teil spielen Schwermetalle eine Rolle, weil es viel Gummi gibt, wo auch noch fremde Teile mit verarbeitet werden. Auch in Kinderspielzeug finden wir diese, was ziemlich dramatisch ist, wenn man sich die Auswirkungen von Blei auf Kinder anschaut. Vor allen Dingen auf die kindliche Intelligenzentwicklung und diese Schäden sind irreversibel.

Gebe ich einem Einjährigen ein Spielzeug das viel Blei enthält und es lutscht ein Jahr lang drauf herum, kann es sein, dass die Entwicklung seines IQs langfristig um mehrere Punkte eingeschränkt wird. Das ist etwas, das sich retrospektiv nicht beweisen lässt, da man nicht sagen kann, dass das Kind schlauer gewesen wäre, wenn es dieses Spielzeug nicht gehabt hätte. Dazu kann man eben keine Vergleichsstudien erstellen und das ist ein riesen Problem. Deshalb ist das Einzige, was man raten da raten kann: Entweder man versucht überhaupt keine künstlichen Spielsachen zu kaufen. Also nichts was bunt angemalt oder gefärbt ist – was leider dann oft sehr langweilig für die Kinder ist und schnell verweigert wird. Oder man kauft wirklich „Made in Germany“. 

Unsere Gesetze sind diesbezüglich sehr sehr streng. Alles, was aus Richtung Übersee kommt oder eben nicht aus Deutschland, ist oft problematisch. Ganz groß in den Medien war zum Beispiel Sophie la Girafe, diese kleine süße Giraffe – doch leider extrem giftstoffbelastet. Und da haben hunderttausende von Kindern dran rumgenuckelt. Und wenn wir keine Schwermetalle im Plastik haben, dann ist Plastik an sich schon hochgradig problematisch. Warum? Im Plastik sind Weichmacher drin, die eine xenoöstrogene Wirkung haben. Wir picken uns jetzt mal die Phenole raus und da im speziellen das Bisphenol A.

Bisphenol A

Bisphenol A ist immer noch einer der Stoffe, der unter Toxikologen am meisten diskutiert wird. Die einen sagen egal, macht überhaupt nichts und die anderen sagen, hochgradig problematisch. Wobei sich die zweite Gruppe immer mehr vergrößert und die Beweise immer mehr stäker werden, dass auch keiner mehr sagen kann, das Zeug wäre unproblematisch. Nichtsdestotrotz werden immer noch jedes Jahr in der EU zwei Millionen Tonnen Bisphenol A verarbeitet. Vor allen Dingen im Schiffsbau, bei den wichtigen Bestandteilen, in denen sich Epoxidharz bildet aber auch in fast allem anderen und auch wenn ihr Flaschen oder Nahrungsmittelcontainer oder irgendetwas kauft, wo draufsteht Bisphenol A frei, die Ersatzstoffe fürs Bisphenol sind auch nicht viel besser als das Bisphenol selber. Das ist leider so.

Was machen diese Stoffe?

Sie haben hormonartige Wirkung in unserem Körper. Bei Männern führen sie zu einer erheblichen Störung und Verschlechterung der Spermaqualität und auch oft zu einer erheblichen Verschlechterung des Gesamthormonstoffwechsels. Der Testosteronspiegel kann sinken, die gesamte Achse vom Pregnenolon an kann gestört werden und kann dann Probleme verursachen. Die Fertilität und auch die Potenz kann bei hohen Belastungen mit Phenolen stark eingeschränkt werden, speziell mit dem Bisphenol A. 

Bei Frauen hat es die typischen Wirkungen der Östrogendominanz mit allem drum und dran. Wassereinlagerung, Stimmungsschwankungen, Depression, Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme, Resistenzen und dann, in langfristiger Konsequenz, leider die deutliche Zunahme von Tumoren in der Brust, in der Gebärmutter, in der Prostata und zum Teil sehr wahrscheinlich auch Tumoren im Darm.

Das heißt eine tatsächlich extrem problematische Substanz, die sich in sehr vielen Plastikstoffen und somit auch in vielen Nahrungsmitteln wiederfindet. Hier besonders problematisch, weil wir es dann über die Nahrung aufnehmen. Aber auch viel zu finden in Thermopapier (z.B. Kassenbons). Hier gibt es Untersuchungen zu Kassiererinnen, die teilweise einen 200- bis 300-fach erhöhten Spiegel überhalb der Normbevölkerung haben – und die Normbevölkerung hat schon viel zu viel von diesem Giftstoff im Blut.

Wenn man also an der Kasse auf den Bon verzichtet, tut man sich da in jeglicher Hinsicht etwas Gutes.

Auch die Bahn benutzt gerne diese Thermopapiere. Bahntickets werden auf diesen Thermopapieren gedruckt. Auch der Fahrplan, den man sich an den Automaten ausdrucken kann, wird auf solchem Papier gedruckt und die sollte man nach Möglichkeit eigentlich gar nicht anfassen weil man den Giftstoff über die Haut sehr gut aufnimmt.

Bei der Verwendung von Plastikboxen, wo man sein Essen drin aufbewahrt, ist es so, dass je mehr das Plastik mit Säure und Hitze in Kontakt kommt, desto mehr Giftstoffe werden an die Nahrungsmittel abgegeben. Am problematischsten sind die Plastiktrinkbecher für Heißgetränke. Und ganz besonders dann, wenn man daraus Kaffee trinkt. Der Kaffee ist extrem heißt und Kaffee ist zusätzlich noch sehr sauer. Das ist genau die gefährliche Kombination, die den Giftstoffen quasi Freilauf gibt. As macht also absolut Sinn, sich einen dauerhaften Edelstahlbecher zu kaufen und Essen wirklich nicht in Plastik, sondern in Behältern aus Edelstahl zu transportieren. Ich habe auch einen Kaffeebecher aus Edelstahl. Den habe ich immer dabei und kann mir ganz einfach den Kaffee direkt einfüllen lassen, wenn ich unterwegs bin.

Ich hoffe ihr seht an diesen Beispielen, wie sehr der Toxicload und die Xenoöstrogene in unserem täglichen Leben ein Thema sind – und oft bemerken wir es gar nicht. Das geht schon morgens los, wenn man aufsteht. Die Nacht davor hat man vielleicht in Bettwäsche aus Polyestersatin geschlafen und war da schon irgendwelchen fragwürdigen Kunstfasern ausgesetzt. Dann auf einem Laken, das eventuell mit teflonartigen Stoffen behandelt wurde um es knitterfrei zu machen. Sämtliche knitterfreien Hemden sind mit Substanzen behandelt, die absolut persistent in unserem Körper und in der Nahrungskette bleiben und die Krebs verursachen. Sie haben eine terratogene Wirkung und können Störungen bei einem Ungeborenen verursachen. Und die sind insgesamt hochgradig problematisch.

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Dann geht man ins Bad und schmiert sich viele verschiedenen Produkte ins Gesicht und damit schon extrem viele Substanzen, von denen ungefähr die Hälfte problematisch sind. Als ich meinen Kurs „Gifte meiden und mindern“ erstellt habe, habe ich meine ganze Kosmetika gescannt und festgestellt, dass in meinem teuren Conditioner Methylbromid, also Brom enthalten ist. Und Brom ist für Leute mit Schilddrüsenerkrankungen eine Katastrophe. Es blockiert die Schilddrüse, kann zu niedergeschlagener Stimmung, Depressionen, Fatigue und Müdigkeit führen. Das habe ich mir ungefähr drei Monate lang auf meinen Kopf geschmiert und dafür auch noch viel Geld bezahlt, obwohl auf der Packung steht Organic. Leider wird das nicht kontrolliert. 

Also ihr versteht hoffentlich, was ich euch sagen will. Es macht Sinn, alles selber dann noch einmal durchzugehen – unter einer gewissen Anleitung. Als nächstes kommt der Gang zum Kühlschrank. Mann isst vielleicht einen Naturjoghurt aus der Plastikpackung und nimmt so irgendwelche Phenole zu sich. Im Anschluss holt man sich bei einer Kaffeekette einen „Coffee to go“, der einem jede Menge Bisphenol A und Phenole mitbringt und den Hormonhaushalt jeden Tag immer weiter durcheinanderbringt. 

Das ist übrigens auch sehr wahrscheinlich einer der Hauptgründe für die immer stärker zunehmende verfrühte Pubertät. Die extrem frühe Pubertät, das Mädchen schon mit acht, neun Jahren ihre Blutungen bekommen – daran kann diese extreme xenoöstrogene Wirkung Schuld sein. Ich möchte euch jetzt nicht zu viel Angst machen, sondern nur ein wenig sensibilisieren, damit ihr euch darüber mal Gedanken macht und für euch selbst ein Mittelmaß findet.

Ich empfehle die Dinge, die sich leicht umsetzen lassen, sollte man umsetzen. Und die Dinge, die sich schwer verändern lassen und die wahnsinnigen Stress bedeuten, sollte man einfach so lassen, wie sie sind.

Meine Message ist, dass man es selbst in der Hand hat und dass man viel auch im Kleinen verändern kann, ohne dass es wahnsinnig viel Stress bedeuten muss. Mann kann zum Beispiel einfach Gläser aufbewahren in denen Marmelade oder Tomatensoße drin war oder auch größere Gläser, die eignen sich super, um restliche Lebensmittel aufzubewahren und auch um Essen mit zur Arbeit zu nehmen. So lassen sich Nahrungsmittel einfach transportieren und man gibt so gut wie kein Geld dafür aus. 

Es ist natürlich ein bisschen schwerer mit einem Glas und man muss ein bisschen aufpassen, dass es nicht zerbricht. Aber es ist eine super günstige Alternative, wo man ganz leicht umsteigen kann und kein Gefäß extra kaufen muss. Bei Ikea gibt es für relativ wenig Geld Glascontainer mit Deckel, die auch absolut dicht sind und keine Flüssigkeit rausläuft. Aber die haben auch wieder einen Plastikdeckel. Für ein bisschen mehr Geld gibt es dann auch welche mit Edelstahldeckel, die auch absolut dicht sind.

Wenn man deutlich mehr Geld ausgeben kann, gibt es von Klean Kanteen speziell die Supper on Lunchboxes mit verschiedenen Unterteilungen, die eignen sich auch sehr gut. Da sollte man nur aufpassen, dass die einem nicht geklaut werden. Meinen Kindern werden die leider ständig geklaut, genauso wie die Flaschen. Weil die so hochwertig sind.

Versucht einfach mal, euch ein bisschen damit zu befassen. Es herrscht auch oft die Mentalität, dass man sowieso nichts dagegen tun kann. Das ist sehr schade und das stimmt schlicht und ergreifend nicht. Es gibt tatsächlich gute Fallstudien und Untersuchungen an großen Bevölkerungsgruppen wo geschaut wurde, ob man tatsächlich etwas machen kann. Und man kann! Man hat zum Beispiel Gruppen in Bezug auf Phthalate (Weichmacher) untersucht. Man hat begonnen und Bio Produkte verwendet, also alles ohne Parfum, ohne Fragrances. Dann hat man nicht mehr darauf beharrt und ein paar Wochen später nochmal gemessen. Jetzt war eine starke Erhöhung zu sehen, also um das vierhundertfache höhere Phthalate im Urin. 

Man kann also tatsächlich etwas für sich verändern. Natürlich ist das eine Umstellung, also vor allen Dingen wenn man auf Naturkosmetik umstellt. Oftmals riecht es anders oder ist nicht so lange haltbar wie konventionelle Produkte aber ich finde es persönlich sehr viel angenehmer. Es riecht frisch und echt, es riecht dann nach Honig, nach Rose, nach Grapefruit. Ich finde es persönlich total schön. Da ich so geruchsempfindlich bin und total schnell Kopfschmerzen von künstlichen Duftstoffen bekomme, ist das für mich eine klasse Alternative.

Bauen sich Giftstoffe wieder ab?

Das Problem bei den Phenolen ist, dass sie auch relativ stark persistent in unserem Körper sind und da sie ähnlich abgebaut werden wie die Östrogene, ist es gut, wenn man den Körper von vielen anderen Stoffen entlastet um der Leber zu helfen. Zum Beispiel kann man durch Mariendistel die Leberentgiftungsfunktion ein bisschen pushen, vor allen Dingen wenn man persönlich Probleme mit der Leberentgiftung hat.

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