Frag Jenny Koch (Teil 1)

Dr. Simone Koch

Dr. Simone Koch

Expertin im Bereich der Autoimmunerkrankungen

Rund um Hashimoto-Thyreoiditis aber auch andere Autoimmunerkrankungen erreichen uns täglich viele Fragen. Manchmal mehr Fragen, als wir schaffen, zu beantworten. Aus diesem Grund haben wir Jenny Koch (praktizierende Ärztin im Team von Dr. Simone Koch) gebeten, sich dieser von uns gesammelten Fragen anzunehmen und sie zu beantworten. Und damit es sich auch so „richtig lohnt“ haben wir zeitgleich auf Facebook um die zusätzliche Einsendung von Fragen gebeten. Daraufhin haben uns noch einmal knapp 200 Fragen erreicht! In vier Teilen veröffentlichen wir nun die Antworten und Erklärungen von Jenny Koch, Ärztin und Expertin im Bereich Autoimmunerkrankungen. 

Ein Hinweis zu dieser Aktion: Wir konnten nicht alle Fragen aufgreifen. Manche waren einfach so komplex, dass wir, wenn wir zu diesen Fragen bereits Wissen auf Facebook, Youtube oder im Blog veröffentlicht haben, dann darauf verlinkt haben. Trotzdem sind sehr viele Fragen übrig geblieben.

Und noch ein rechtlicher Hinweis: Weder Dr. Simone Koch noch Jenny Koch dürfen Fragen zu spezifischen Fällen beantworten – das verbietet das Berufsrecht für Ärzte ganz eindeutig. Dieses darf nur im Rahmen einer persönlichen, therapeutischen Behandlung geschehen. Daher seht es uns nach, dass wir niemals Werte konkret beurteilen oder wir uns sonst irgendwie zu speziellen Fragen, zum Beispiel rund um die konkrete Dosierung von Medikamenten und Supplementen oder zu euren ganz individuellen Geschichten, äußern. 

Fragen rund um Hashimoto-Thyreoiditis

Hashimoto & Symptome

"Hat Hashimoto Einfluss auf Galle und Leber und kann man davon erhöhte Leberwerte benommen?"

Von der Hashimoto direkt bekommt man keine erhöhten Leberwerte. Die Erkrankung kann aber mit bestimmten genetischen Veränderungen einhergehen, die dem Körper das „Entgiften“ bestimmter Substanzen erschweren. Da die Leber zu einem großen Anteil mit für das Entgiften verschiedener Stoffe verantwortlich ist, kann es zu einer Art Überlastung kommen, die sich in einer Erhöhung der Leberwerte zeigen kann.

"Meine Körpertemperatur liegt immer nur bei 35,7 Grad Celsius. Sie war bis vor kurzem 35,3. Habe eigenmächtig L-Thyroxin und Thybon erhöht vor einigen Monaten. Daraufhin stieg sie auf 35,7. Mehr aber nicht. Frage wäre: Wie bekomme ich die Temperatur hoch? Ist die niedrige Temperatur schädlich für die Organe UND mitverantwortlich für die Gewichtsschwankungen ( + /- 2 Kilo, keine Abnahme trotz 16:8 - diszipliniert)."

Die Körpertemperatur hängt eng mit der Einstellung der Schilddrüse zusammen. Diese sollte optimal sein, dann stellt sich auch eine bessere Körpertemperatur ein. Die Schilddrüse sollte neben der Einnahme von Hormonen und einer guten Einstellung auch sonst optimal unterstützt werden. Vor allem die Mikronährstoffe sollten in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Schädlich für die Organe ist diese Temperatur nicht. Die Körpertemperatur selbst ist nicht verantwortlich für die Gewichtsschwankungen, diese können aber durch die Schilddrüsenhormonschwankungen begünstigt werden. Allein 16:8-Intervallfasten ist ebenso keine Garantie für eine Gewichtsabnahme. Dazu hilft nur das bereits weiter oben beschriebene: weniger Kalorien im Laufe des Tages aufnehmen, als man verbraucht, mögliche Unverträglichkeiten entdecken. Stoffwechsel durch Sport und Aufbau von Muskelmasse „ankurbeln“.

"Wie hängen Hashimoto und zittrige Hände vormittags zusammen?"

Zittrige Hände können unter anderem sowohl bei einer Über- als auch einer Unterfunktion der Schilddrüse auftreten. Vor allem im Zusammenhang mit Frieren wäre es eher ein Zeichen für eine Unterfunktion. Es sollten also alle Schilddrüsenhormonwerte einmal gemessen werden.

"Ich habe Hashimoto, ständig einen verschleimten Hals und öfter Halsschmerzen. Hängt das mit Hashi zusammen?"

Das kann miteinander zusammenhängen. (Siehe Antwort zur Frage nach chronischen Kehlkopfentzündungen.) Das Immunsystem ist geschwächt und kann so nicht ausreichend gegen bestimmte Erreger reagieren, wozu es zwar zu leichten aber dafür chronischen Infekten kommen kann. Grundsätzlich sollte natürlich auch zwingend auf Rauchen verzichtet werden.

"Ich nehme schon sehr lange 125 L-Thyroxin ein und bin immer noch müde, antriebslos, mal friere ich dann ist mir warm, etc. Mein Arzt sagt die Werte wären ok."

In dem Fall wäre wichtig zu erfahren, ob immer alle Werte (TSH, fT3 und fT4) gemessen werden und ob diese dann alle in einem guten Bereich ist. Der TSH-Wert zum Beispiel sollte unter Substitution mit einem Schilddrüsenhormon ungefähr bei 1 (EINHEIT!) liegen. Darüber hinaus sollten die Werte von fT3 und fT4 nicht zu weit auseinander liegen und für die meisten Patienten stellt sich ein Wohlbefinden erst ein, wenn sich die freien Werte von fT3 und fT4 im oberen Normbereich befinden. Auch kann es hilfreich sein einmal das reverse T3 mit zu messen, wenn es stark erhöht ist, kann sich ein Versuch mit einer T3-haltigen Medikation lohnen. Allerdings wird die Messung des reversen T3 nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt und auch nicht in jedem Labor durchgeführt.

Hashimoto & Begleiterkrankungen / weitere Erkrankungen

"Wie hängen Schilddrüsenunterfunktion und PCO-Syndrom zusammen?"

Als Hauptursache des Syndroms polyzystischer Ovarien (PCOS) gilt eine Insulinresistenz. Bei einer Resistenz des Gewebes gegenüber Insulin versucht der Körper mehr Insulin auszuschütten, um den überflüssigen Zuckerspiegel im Blut zu senken. Neben der Wirkung auf den Blutzucker ist Insulin aber auch dafür verantwortlich, dass in einer bestimmten Zellsorte der Eierstöcke die Produktion der Androgene, also der männlichen Sexualhormone, gesteigert wird. Dadurch kommt es in der Folge zu einem Ungleichgewicht zwischen den Sexualhormonen und zu den Symptomen, die mit dem PCOS in Verbindung stehen. Diese Hauptursache – die Insulinresistenz – wird durch eine Verlangsamung des Stoffwechsels, wie sie klassischerweise bei einer Schilddrüsenunterfunktion auftritt, stark begünstigt. Diese geht auch häufig mit einem zu hohen Körpergewicht einher, was wiederum die Insulinresistenz zusätzlich begünstigt, weshalb man bei entsprechender Veranlagung auch aufgrund einer Schilddrüsenunterfunktion ein PCOS entwickeln kann.

"Zusammenhang: Hashimoto und Sicca/trockene Schleimhäute (Augen, Nase)"

Wer eine Veranlagung für eine Autoimmunerkrankung hat, hat gleichzeitig auch immer ein höheres Risiko eine oder sogar mehrere weitere Autoimmunerkrankungen zu bekommen. Dazu gehört auch das sogenannte Sicca-Syndrom. Dabei werden Antikörper gebildet, die in der Folge zu trockenen Schleimhäuten führen, was sich an trockenen Augen, trockener Mund- und Nasenschleimhaut verdeutlichen kann. Damit einhergehend können auch häufigere Atemwegsinfekte auftreten.

"Gibt es eine Verbindung zw. Hashimoto und extrem häufigen Kehlkopfentzündungen? Wie kann das Immunsystem gestärkt werden?"

Grundsätzlich geht mit einer Autoimmunerkrankung in der Regel eine erhöhte Infektanfälligkeit einher. Da sich bei Hashimoto häufige Mängel an Mikronährstoffen zeigen, sollte danach geschaut werden und sie sollten ggf. ausgeglichen werden. Gleichzeitig kann die erhöhte Infektanfälligkeit aber unter anderem auch mit Dysbalancen des Darms oder anderer Hormonsysteme, Belastung mit Umweltgiften oder viel Stress zu tun haben. Daher sollte eine ganzheitliche Abklärung der Ursache der Infekte erfolgen, wozu im Speziellen bei Kehlkopfentzündungen natürlich auch eine Vorstellung beim HNO-Arzt gehören sollte.

"Kann Hashimoto eine direkte Ursache für die Entstehung von Lipödemen sein? wie könnte man eine Entwässerung beziehungsweise die Lymphdrainage unterstützen? Homöopathisch vielleicht?"

Es ist keine direkte Ursache dafür. Allerdings können im Zusammenhang mit der Erkrankung andere hormonelle Dysbalancen begünstigt werden, welche dann Wassereinlagerungen zur Folge haben. Dabei sollte natürlich die Ursache behoben werden. Neben Lymphdrainage ist Sport sehr hilfreich.

Hashimoto, die Schilddrüse und Schilddrüsenwerte

"Gibt es Hashimoto ohne Antikörper? Wenn ja, warum gibt es keine Antikörper?"

Ja, die gibt es. Anhand der vorliegenden Symptome kann man auch mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse eine Hashimoto feststellen, auch wenn keine Antikörper messbar sind. Das nennt sich dann „seronegative Hashimoto-Thyreoiditis“. Das kann zum Beispiel daher kommen, dass möglicherweise noch andere Antikörper existieren, die die Schilddrüse zerstören, die wir aber entweder aktuell noch nicht kennen oder zumindest im Labor noch nicht messen können.

"Ist ein supprimierter TSH gefährlich oder muss man das nicht beachten, wenn die Werte ft3 und ft4 in der Norm sind? (auf unsere Nachfrage hin: die Fragestellerin nimmt ebenfalls Thybon ein)."

Es gibt verschiedene Untersuchungen zu einem supprimierten TSH, die gezeigt haben, dass bei einem längerfristig erniedrigten TSH ein höheres Risiko für Herzkreislauferkrankungen und Osteoporose besteht. Diese Untersuchungen stehen aber im Zusammenhang mit einer Überfunktion der Schilddrüse, also zu hohen freien Werten an fT3 und fT4. Wenn diese freien Werte aber normwertig sind und das TSH nur aufgrund einer T3- oder T2-haltigen Medikation (wie Thybon oder ein natürliches Schilddrüsenextrakt) supprimiert ist, gibt es keinen Anhalt dafür, dass das eine schädigende Wirkung haben könnte. Unter einer solchen Therapie zählt es sogar als Therapieziel, dass der TSH-Wert supprimiert ist, da wir dann wissen, dass der Körper ausreichend versorgt ist. Viele Patienten sind verwundert, wenn es ihnen trotz T3-haltiger Medikation nicht gut geht, weil sie einfach so eingestellt werden, dass der TSH noch innerhalb des Normbereiches ist. Das ist aber wie gesagt meistens nicht ausreichend, um Wohlbefinden zu erreichen.

"Woran erkennt man HORMONRESISTENZ bei Hashimoto? Zb an Blutwerten ft3 usw? Und wie wird das behandelt?"

Man kann das beispielsweise daran erkennen, dass die freien Werte recht hoch (oder oberhalb des Normbereiches sind), das TSH aber trotzdem auch hoch ist. Normalerweise müsste er bei hohen freien Werten niedrig sein, da die Hypophyse (Zirbeldrüse, die das TSH ausschüttet, wenn mehr Schilddrüsenhormon ausgeschüttet werden soll) dann merken müsste, dass genügend Schilddrüsenhormon da ist. Diese Konstellation kann auch mit einem hohen reversen T3 Wert zusammenhängen. Das reverse T3 sieht von seiner Struktur her dem freien T3 sehr ähnlich, bindet auch an die gleichen Rezeptoren, aber die Bindung an den Rezeptor führt nicht zur gleichen Wirkung wie die Bindung durch das freie T3.

Hashimoto & Hormone

Anmerkung: Der nun folgende Fragenkomplex stammt von einer Person. Daher müssen alle Fragen im Kontext zueinander verstanden und inhaltlich aufeinander bezogen werden. 

Wir haben durch einen weiteren Hinweis das Ende des Fragenkomplexes markiert.

"Welche Schilddrüsen-Werte sind bei einer Unterfunktion oder einem Hashimoto verändert bzw. wann spreche ich von dieser Diagnose? Können auch nur einzelne Werte verändert sein bzw daraus schon Symptome resultieren (im speziellen: normaler TSH und T4, aber erniedrigtes T3 und Symptome, wie Haarausfall, extremes Kältegefühl, Schlappheit, Kloßgefühl und Bradykardie)?“

Auf jeden Fall können auch einzelne veränderte Werte für diese Symptome verantwortlich sein. Vor allem ein erniedrigtes fT3 kann für die hier beschriebenen Symptome die Ursache sein, da es eine sehr starke Stoffwechsel-aktivierende Funktion erfüllt. Daher ist es wichtig immer alle Hormonwerte mit zu bestimmen und ggf. auch vereinzelt den Wert des reversen T3 mit zu messen, um genau über die Funktion der Schilddrüse bzw. die Einstellung Bescheid zu wissen.

"Kann daraus (siehe vorherige Frage) auch eine Wechselwirkung mit der Produktion von bspw. Östrogen bestehen (zu niedriges Östrogen, FSH, LH)? "

Ja, da Schilddrüse und Eierstöcke eng miteinander zusammenarbeiten, kann auch eine gestörte Funktion der Schilddrüse erniedrigte Sexualhormone begünstigen. Wenn FSH und LH erniedrigt sind, kann das aber auch tieferliegende Probleme zur Ursache haben und sollte abgeklärt werden.

"Wie sind die Prognosen? Kann so etwas auch wieder weggehen oder muss es immer behandelt werden?"

Das kann sich unter Umständen wieder regulieren, wenn die Gesamtsituation und -gesundheit sich gebessert haben und wenn der Körper wieder in sein (hormonelles) Gleichgewicht gefunden hat.

"Was sind mögliche Ursachen dafür? Ist eher die Hypophyse der Grund oder die Nebenniere?"

Wenn FSH und LH im Mangel sind, obwohl die Sexualhormone auch im Mangel sind, dann spricht das dafür, dass das Problem „zentral“ liegt. Also könnte die Ursache Bei Hypophyse und Hypothalamus liegen. Es kann darüber hinaus aber viele weitere Ursachen geben.

"Gibt es allgemeingültige Naturheilmittel, wie Mönchspfeffer, die bei so etwas unterstützend wirken oder eine Normalisierung bewirken können?"

Mönchspfeffer bewirkt im Hypothalamus eine Steigerung der Ausschüttung der Hormone, die die Sexualhormonproduktion steuern und kann somit hilfreich sein. Dafür muss aber erst die Ursache geklärt und gefunden werden.

"Was für Therapien gibt es sonst?"

Man sollte mit allen Hormonen und Mikronährstoffen gut eingestellt sein, es sollte auf Stressmanagement und natürlich auch (wie immer) auf einen gesunden Lifestyle geachtet werden. Darüber hinaus muss eine Ursachenforschung erfolgen und wenn der Grund gefunden wurde, dann muss er behoben werden.

"Worauf muss beim Arztbesuch geachtet werden? "

Selbst mit dran zu bleiben ist immer wichtig, das heißt mit nachdenken, wann wieder Kontrollen erfolgen sollten und mit darauf achten, dass die Ursachenforschung weiter voran getrieben wird und man nicht längere Zeit mit starken Zyklusbeschwerden oder anderen Symptomen der hormonellen Dysbalance oder Hormonmangelsymptomen geplagt wird.

Anmerkung: Ende Fragenkomplex 

"SHGB-Wert kontinuierlich zu hoch ohne hormonelle Einnahme, was kann die Ursache sein?"

Eine Erhöhung des Sexualhormon-bindenden Globulins (SHBG) kann mit einer Störung der Leberfunktion zusammenhängen. Diese Störung kann durch die Einnahme von Hormonen oder anderen Medikamenten begünstigt werden. Sie kann aber ebenso durch andere Faktoren, wie eine Störung der Entgiftung aufgrund genetischer Veränderungen oder eine hohe Belastung mit anderen Schadstoffen begünstigt werden.

Hashimoto und Gewicht

"Wie kann man trotz Weglassen von Gluten, Zucker und Milchprodukte trotzdem zunehmen...warum können viele Hashis an Gewicht nicht zulegen und andere haben das gegenteilige Problem..?."

Um mit Hashimoto das optimale Körpergewicht zu erreichen, ist allem voran eine gute Einstellung der Schilddrüsenhormone notwendig. Darüber hinaus zählt für das Abnehmen hauptsächlich die Kalorienbilanz: nimmt man mehr Kalorien auf, als man verbraucht, so nimmt man zu. Werden weniger Kalorien aufgenommen, als man verbraucht, so nimmt man an Gewicht ab. So kann man also mit einer durchaus gesunden Ernährung, die frei von Zucker, Gluten und Milchprodukten ist, aber viele gute Öle und Nüsse (die eine sehr hohe Energiedichte haben) enthält, durchaus zunehmen, wenn denn die aufgenommene Kalorienmenge die Menge der verbrauchten überschreitet.

"Ich möchte abnehmen und nichts funktioniert dauerhaft. Eine Woche schaffe ich 2-3 Kilo und die nächste Woche sind 3-4 Kilo wieder auf den Hüften. Wie bekomme ich meinen Stoffwechsel auf Touren?"

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wichtig ist zum einen natürlich eine ausgewogene Ernährung mit einem moderaten Kaloriendefizit (man sollte ca. 200 kcal weniger aufnehmen, als man am Tag verbraucht). Zum anderen ist eine ausreichende Versorgung mit Mikronärstoffen relevant. Darüber hinaus ist Sport sehr wichtig. Dabei hat High Intensity Intervall Training (HIIT) einen besonders starken Effekt auf den Stoffwechsel. Dabei folgen auf sehr anstrengende kurze Intervalle immer kleine Pausen (z.B. 20 Sekunden Anstrengung, dann 10 Sekunden Pause, davon mehrere Intervalle). Am Ende sind 7 Minuten am Tag von dieser Art von Training ausreichend um einen guten aktivierenden Effekt auf den Stoffwechsel zu haben. Zusätzlich hat auch Kältetherapie einen guten Effekt. Auch Sauna ist gut geeignet, um den Stoffwechsel anzukurbeln. Allem voran sollte aber unbedingt darauf geachtet werden, dass die Schilddrüse gut eingestellt ist. Andernfalls braucht es viel größere Bemühungen um das gleiche Ergebnis zu erzielen. Ein Hinweis noch: Hashimoto-Patienten verfügen sehr oft über (unerkannte) Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Ein mögliches Symptom einer solchen Unverträglichkeit kann auch sein, dass man kein oder nur sehr schwer an Gewicht verliert, bzw. im Gegenzug schnell viel Wasser einlagert.

Hashimoto und Ernährung

"Ist ständigem Hunger (kein Heißhunger auf etwas Bestimmtes) ein Zeichen der Überfunktion oder hat es mit Estradiol zu tun?

Ständiger Hunger kann vielfältige Ursachen haben. Die Überfunktion der Schilddrüse kann eine Ursache dafür sein, ebenso ein zu großes Kaloriendefizit, wie auch ein Mangel an Makro- und Mikronährstoffen. Auch kann eine Dysbalance der Sexualhormone damit zusammenhängen, was viele Frauen zum Bespiel zum Beginn eines neuen Zyklus bemerken, wenn sie plötzlich in den ersten Tagen ein viel stärkeres Hungergefühl haben, als sonst während des Zyklus.

"Darf ich bei Hashimoto Sojajoghurt essen bzw. Sojamilch trinken?“

Soja wird von vielen, die an Autoimmunerkrankungen leiden, nicht gut vertragen. Trotzdem ist es sehr individuell verschieden, wer welche Nahrungsmittel gut verträgt oder eben nicht. Grundsätzlich hat Soja auch eine ähnliche Wirkung wie Östrogen (??) und kann über diesen Mechanismus zu Problemen führen. Es sollte also auf jeden Fall nicht in übermäßigen Mengen verzehrt werden, auch wenn es an sich problemlos vertragen wird.

Wer noch spezifischere Sachen über die Themen „Ursachen, Behandlung und Ernährung bei Hashimoto-Thyreoiditis“ sowie ein ausführlicheres Q&A (Frage und Antwort) wünscht, dem rate ich zum Kauf des Wissenspakets „Hashimoto“.  Jeder Themenbereich wird dort umfangreich innerhalb eines ca. einstündigen Webinars aufbereitet.

Wer ist Jenny Koch?

Jenny Koch, wurde 1993 in Erfurt geboren und hat ihr Studium der Humanmedizin an der Universität Leipzig absolviert.
Schon früh entwickelte sie aufgrund ihrer eigenen Krankengeschichte das Gefühl dafür, dass Ernährung, Mangelerscheinungen und körperliche sowie seelische Beschwerden eng miteinander assoziiert sein können.

Ihr großes Interesse am Bereich der funktionellen Medizin wurde während eines Praktikums in der Praxis von Frau Dr. Simone Koch geweckt.

Während ihres Studiums hat sie sich durch praktische Einsätze in der naturheilkundlichen Allgemeinmedizin und Psychiatrie hervorgetan. Vertiefungen in Immunologie und Neurologie helfen auch hier, den Patienten ganzheitlich wahrzunehmen.
Bereits seit Langem erstellt sie Ernährungskonzepte für ein besseres Wohlbefinden und beschäftigt sich intensiv mit dem Zusammenhang von psychischer Gesundheit und körperlichen Mängeln sowie Beschwerden.

Seit April 2019 verstärkt sie als Ärztin das Team in der Paxis von Dr. Simone Koch
Der Abschluss ihrer Promotion (Thema: Zusammenhang von Depressionen und Entzündungsbotenstoffen) erfolgte im Dezember 2019, in Folge dessen ist ab Januar 2021 mit ihrem Dr.-Titel zu rechnen. 

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Autorin

Dr. Simone Koch

Simone Koch ist Expertin für Autoimmunerkrankungen. Sie beschäftigt sich mit Hashimoto, Darmerkrankungen und vielen unterschiedlichen Autoimmunerkrankungen. Zusätzlich entwickelt sie neue Behandlungsansätze für Menschen mit Autoimmunerkrankungen.

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